Fortlaufende Gruppe

Betroffene lernen voneinander

J. sieht von außen perfekt aus. G. denkt sich deswegen, J. habe sicher kaum Probleme. Dann spricht J. in der Gruppe über ihre Schwierigkeiten. G. ist tief bewegt. Das hätte sie nicht gedacht. Sie fühlt sich verstanden, ohne etwas gesagt zu haben. J. hat genau das geschildert, womit G. sich Tag für Tag herumschlägt. Dabei hatte sie bisher gedacht, nur sie selbst hätte solche Nöte. „Wenn J., die von außen so perfekt aussieht, so ähnliche Schwierigkeiten hat wie ich, dann könnte es ja vielleicht sein, dass ich selbst auch gar nicht so verabscheuungswürdig bin, wie ich immer denke.“

Aha-Erlebnisse bereichern

Es entstehen Gefühle von Vertrauen und Verbundenheit zwischen den Klientinnen. Soziale Kontakte, die es ihnen erlauben, sich zu zeigen wie sie wirklich sind, werden wieder erlebbar. Für ein Problem, zu dem die eine zu Hause noch dachte, es gäbe keine Lösung dafür, hat eine andere bereits eine gefunden. Ein fruchtbarer und bestärkender Austausch von Gleichgesinnten.

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Die Gruppe ist zudem ein Forum, um sich mit neuen Verhaltensweisen auszuprobieren. Dafür biete ich spielerische Möglichkeiten mit Übungen aus der Erlebnispädagogik.

Für einen Moment etwas tun, was einem nicht so geläufig ist, und sich dabei wahrnehmen. Hat es mir Spaß gemacht? Wie haben die anderen auf mein Verhalten reagiert? Könnte ich es in mein Repertoire aufnehmen? Die Reflexion über diese Fragen findet ebenfalls Platz in der Gruppe.
Nicht zuletzt bekommen Betroffene Tipps mit nach Hause. Beispielsweise für den Fall, dass sie erbrechen.

Die Magensäure greift den Zahnschmelz an. Deswegen ist es wichtig nicht sofort hinterher die Zähne zu putzen, da die Zahnbürste den Schmelz zusätzlich verletzt.

Wenn Sie bereits Probleme mit den Zähnen haben, gibt es Zahnärzt_innen, welche diese im Kontext des Essverhaltens betrachten.

Derartiges Fachwissen gebe ich bei Bedarf weiter.