Einzelsitzungen

Einzelsitzungen für Betroffene

Ich stelle einen geschützten Raum zur Verfügung, in dem Betroffene über ihre Sorgen sprechen können. Die meisten Frauen schämen sich wegen ihres Essverhaltens. Sie versuchen es deswegen so lange wie möglich zu verheimlichen. Wenn sie überhaupt mit jemandem Sprechen, dann mit jemandem, der wirklich weiß, wovon sie reden. Deswegen gehe ich offen damit um, dass ich selbst unter Essstörungen gelitten habe. Es geht mir nicht darum, aus meiner Geschichte zu erzählen. Es geht mir darum, ohne viel zu sagen, klar zu machen, dass ich um nichts besser bin als sie. Meine Intention ist es, durch mein Beispiel Mut zu machen. Mein Angebot ist das gemeinsame Erarbeiten dessen, was individuell hilft.

Wenn der Selbstausdruck gelingt ist eine wesentliche nächste Erfahrung, sich damit angenommen zu fühlen. Ich sehe vorrangig das Potential in den Frauen, nicht ihr Versagen. Die Rückmeldungen von Patientinnen in der Klinik haben mir gezeigt, dass sie meine Haltung sehr unterstützend erlebt haben.

Während der Begleitung biete ich Übungen an, die hilfreich sein können, um ein schwieriges Essverhalten Schritt für Schritt zu verändern. Dabei behalte ich die vorhandenen Ressourcen im Blick. Je nach Lebenssituation sind andere psychoedukative Übungen passend. Wer zum Beispiel alleine wohnt wird sich vielleicht eher damit beschäftigen, vertrauensvolle soziale Kontakte in den Alltag zu integrieren. Wer mit anderen zusammen wohnt wird sich dagegen vielleicht eher damit beschäftigen, sich einen ungestörten Raum zu schaffen. Die Übungen, zu denen ich anleite, sind entweder aus Selbsthilfebüchern, wie sie am Büchermarkt für jede/n erhältlich sind oder sie stammen aus meiner eigenen Feder.

Um die Fortschritte reflektieren zu können, macht es Sinn die gemachten Erfahrungen zu dokumentieren. Es können Tagebücher geschrieben, Zeichnungen angefertigt oder Gesprächsprotokolle verfasst werden. Wenn die Klientin selbst ihren Entwicklungsprozess rückblickend betrachtet, kann dies zu ihrer Veränderungsmotivation beitragen.

An manchen Stellen der Zusammenarbeit ist es wichtig auszuruhen und Kraft zu schöpfen. Meine Werkzeuge für diese Erholungsphasen sind Reiki und die Atemkrafttechniken aus dem Aikido. Wenn eine Klientin es wünscht, lege ich meine Hände auf und übertrage Energie. Sie liegt bekleidet auf der Massageliege und erlebt wie es ist, nichts tun zu brauchen und (dennoch) versorgt zu werden. Ein ganz tiefes Bedürfnis vieler Betroffener.

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